Aufruf

Bundesverkehrsminister Ramsauer spricht von einer Verrohung der Radfahrer_innen auf den Straßen und von “Kampfradlern”. Die Gewerkschaft der Polizei fordert härtere Strafen bei Verkehrsdelikten mit dem Rad.

Wir sind Kampfradler_innen

Wir sagen: Ja! Wir sind tatsächlich Kampfradler_innen. Wir verstoßen gegen die Regeln. Wer das Fahrrad als Verkehrsmittel ernst nimmt und es als Ersatz für das Auto benutzen will hat kaum eine andere Wahl. Denn Fahrradfahrer_innen haben es nicht leicht. Wird einmal nicht kampagnenartig gegen Zweiräder und ihre Lenker_innen gehetzt, muss sich der_die Radler_in mit zugeparkten und löchrigen Fahrradwegen und aggressiv pöbelnden Autofahrer_innen auseindersetzen. Wie nervig – aber das ist noch lange nicht alles.

“Krieg auf den Straßen”

Fahrradfahrer_innen sehen rot

Fahrräder werden trotz gegenteiliger Lippenbekenntnisse in der Verkehrplanung noch immer nachranging behandelt. Viele Ampeln sind sehr fahrradfeindlich geschaltet – mit Wartephasen, die keinem Auto zugemutet würden. An großen Kreuzungen ist es die Regel, dass Fußgänger_innen und Radfahrer_innen an drei verschiedenen Ampeln warten müssen, damit die Autos in alle Richtungen abbiegen können. Warum ist es nicht umgekehrt? Deshalb halten wir uns auch nur ungefähr an solche Ampelschaltungen. Verkehrplaner_innen die von uns verlangen, dass wir uns an solche Regeln halten, wünschen wir, dass sie 365 Tage im Jahr bei jedem Wetter an diesen Ampeln versauern, so wie sie es von uns verlangen.

“Radwege” – häääh?

Es gibt zu viele schlechte Radwege, die teilweise so schmal sind, dass das Überholen nur durch Ausweichen auf die Fahrbahn, welche meist durch einen Bordstein abgetrennt ist, oder den Fußweg möglich ist. Auf Radwegen parkende oder haltende Kraftfahrzeuge verschärfen die Situation oftmals auf gefährliche Weise. Bei solchen Bedingungen ist das Radeln auf Lastenfahrrädern oder mit Kinderanhänger fast eine Unmöglichkeit.

Wir sagen: Wer so etwas plant bzw. sich so rücksichtslos verhält, muss sich nicht wundern, wenn Radler_innen auf Fußwege oder qualitativ viel hochwertigere Straßen ausweichen. Allerdings sind die Straßen meist durch Bordsteine so abgetrennt, dass ein Ausweichen auf Fußwege sowohl von den Planer_innen, wie auch von Autofahrer_innen, gewollt scheint. Und wir fragen uns auch, welche Verkehrsplaner_innen – vor allem im ländlichen Raum – darauf kommen, dass Radwege nicht gerade sein müssen? Ständig soll bei einer Autohaltebucht oder einer einmündenden Straße nach links oder rechts umgeschwenkt werden. Wer so etwas plant, fährt nicht regelmäßig mit dem Rad und lädt quasi zum Regelverstoß ein.

Absteigen, bitte!

Den eigenen Drahtesel soll man ständig schieben. Sei es, weil auf Grund von Baustellen der Fußweg auf den Radweg verlegt wurde oder weil auf einmal ohne Kommentar ein Weihnachtsmarkt den Radweg blockiert. Statt den Radweg umzuleiten, beispielsweise auf die Straße, wird den Radler_innen zugemutet, abzusteigen und auf dem Fußweg das Rad zu schieben. Hauptsache, der motorisierte Verkehrsfluss wird nicht behindert.

Blechkarossen

Gleichzeitig stellen wir fest, dass nicht nur mit Fahrrädern gegen die Regeln verstoßen wird: Regelmäßig werden Radwege als gute Gelegenheit zum “nur mal kurz halten” von Autos benutzt. Radfahrer_innen werden regelmäßig auf Radwegen an einmündenden Straßen von Autos geschnitten, ignoriert, unterschätzt und dann noch aggressiv angemacht, wenn sich jemand beschwert, weil sein_ihr Leben da gerade in Gefahr war. Usw. – die Liste ist lang. Wir stellen fest, dass von Fahrrädern verursachte Unfälle durchaus gefährlich sein können, jedoch die Gefährlichkeit der von Autos verursachten Unfälle massiv unterschreitet.

Die für Radler_innen gemachten Verkehrsvorschriften kommen aus einer Zeit, in der die Menge und die Bedeutung von umherfahrenden Fahrrädern noch wesentlich geringer war. Inzwischen kann der Fahrradverkehr in einigen Städten vom Aufkommen her locker mit dem der Kraftfahrzeuge mithalten. Die besagten Vorschriften wurden allerdings nicht an die neuen Herausforderungen des Fahrradverkehrs angepasst. Viel mehr kommt dem Fahrrad in der Verkehrsplanung eine untergeordnete Rolle zu.

Fahrradfreundliche Verkehrspolitik führt oftmals zur “Beschneidung” des Autoverkehrs und gilt somit als wirtschaftsschädlich. Zudem herrscht bei Autofahrer_innen viel zu oft noch das Prinzip “Freie Fahrt für freie Bürger”. Dies stellt eindeutig eine Kriegserklärung an alle dar, die dabei stören – also insbesondere an Fahrradfahrer_innen.

Fahrrad – Verkehrsmittel der Zukunft

Wir finden es richtig und gut mit dem Rad zu fahren. Die immer größer werdenden urbanen Metropolen stoßen langsam an ihre verkehrsplanerischen Grenzen. Zu immens ist das Aufkommen an Blechkarossen. Diese beanspruchen vor allem viel Raum. Sei es wegen ihrer übertriebenen Größe, ihrer Geschwindigkeit oder ihrer Gefahr für Andere. Das Fahrrad hingegen ist nicht nur zutiefst umweldfreundlich, es ist bei seiner Benutzung auch viel gesünder, platzsparender, leichter erwerbbar für arme Menschen, leiser, geruchsneutraler, und und und…

Dem Fahrrad wird in der Zukunft eine weitaus größere Bedeutung zukommen als in den letzten Dekaden. Gerade auch in Hinblick auf die Knappheit des Rohöls und die Notwendigkeit alternativer Transportmöglichkeiten.

Wir verstehen das Fahrrad aber als fortschritliches Bewegungsmittel und fordern gleiche Bedingungen für Fahrräder:

  • Gleich viel Raum für alle Verkehrteilnehmer_innen: Autos, Busse/Bahnen, Fahrräder und Fußgänger_innen.
  • Gleiche Ampelzeiten für Alle.
  • Wenn getrennte Wege, dann in einer Qualität und Breite, die regulären Autofahrbahnen entspricht.
  • Eine Verkehrplanung in der Fahrräder überall als gleichwertig aufgenommen werden – und dies sich auch in den Ausgaben der Verkehretats widerspiegelt.
  • Einen Umgang vonr motorisierten Vekehrsteilnehmer_innen, der Fahrräder als gleichberechtigt und nicht als untergeordnet betrachtet.

Kampf dem Autowahn

Wir haben es satt, immer noch als Randerscheinung wahrgenommen zu werden. Wir wollen uns nicht den stinkenden Autos und LKWs unterordnen. So lange bessere Bedingungen nicht geschaffen werden, schaffen wir uns diese Bedingungen nach Möglichkeit eben selber. Dabei lassen wir uns das Pedalieren weder von Leuten, die anscheinend noch nie in ihrem Leben im Sattel saßen (Ramsauer), noch von irgendwelchen Polizeigewerkschafter_innen vermiesen.

Keine Toleranz dem Autowahn.
Rücksicht gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmer_innen!
Gleiche Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer_innen!

ein ♥ für Kampfradler_innen!


75 Antworten auf „Aufruf“


  1. 1 Andre 11. Mai 2012 um 7:49 Uhr

    Der Bericht ist ein eindringlicher Appell an uns alle – es kann nur miteinander gehen. Die meisten Radfahrer sind auch Autofahrer und umgekehrt. Um so nahliegender sollte die Erkenntnis sein, dass man auf dem Rad der schwächere (= gefährdetere) Verkehrsteilnehmer ist. Eine besondere Rücksicht gegenüber uns Radlern neben der Gelassenheit, auch wenn wir uns mal nicht ganz verkehrsregelgerecht verhalten, sollte deshalb Maxime sein!

    Und die Städteplaner rufe ich auf, endlich dem Fahrradverkehr den Vorrang einzuräumen. Das Fahrrad ist das fortschrittlichste Verkehrsmittel, es verbraucht eben kein Benzin und stößt keine Schadstoffe aus. Wir brauchen Fahrradschnellwege in den Städten, Fahrradwege in der Fahrbahnmitte, gefahrlose Kreuzungsübergange … und vor allem eine Veränderung in den Köpfen aller, die sich mit diesem Thema befassen! Es ist noch ein weiter Weg. Doch er lohnt sich – jede Pedalumdrehung ein wenig mehr Lebensqualität!

  2. 2 Felix 10. Juli 2012 um 7:56 Uhr

    Guten Morgen – lieber Herr Ram­sau­er! Ja, auch ich bin einer von diesen „Kampfradlern“!! Und ja, auch ich habe mich hier und da schon mal nicht ganz verkehrsregelgerecht verhalten. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in ein paar der hier aufgeführten Punkte. Es wäre super, wenn man da mal was optimieren könnte. Und darüber hinaus nicht ständig auf dem saubersten Verkehrsmittel herumhacken würde!

    Was mir hier noch ein wenig zu kurz kommt, sind die vielen rücksichtsvollen Mitmenschen, die mich ab und an aus ihrem KFZ anhupen (und das betrifft in Berlin auch schon mal einen Busfahrer oder Taxi-Fahrer). Deswegen mein Bitte: Wennn Sie Ihre kommunikative Art in Zukunft auch noch am Blinker ausleben – wäre das super. Dann wüsste ich nämlich, wann Sie unverhoffter Dinge plötzlich rechts abbiegen. Oder auch, ob Sie auf der Parkplatzsuche sind. Ich würde nämlich auch gern MEHR Handzeichen setzen – allerdings kleben meine Hände ständig an den Bremsen, um wegen Ihrem Verkehrsverhalten notfalls meine Haut retten zu können. d:anke für die Aufmerksamkeit

  3. 3 Albert Hölzle 11. Juli 2012 um 8:29 Uhr

    Zum „Aufruf“ und der „Antwort von Andre“:

    Alle Verkehrsplaner, die ich kennengelernt habe, sind auf der Seite der Radfahrer bzw. Vermittler zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Sie trifft also in den wenigsten Fällen eine Schuld. Vielmehr muss man sich das Konstrukt aus Verwaltung und Politik genauer angucken, und man wird feststellen, dass Verkehrsplaner auf den Boom der Fahrradmobilität reagieren, zum Beispiel durchgehende Radwege planen. Diese werden dann nur leider nicht umgesetzt, weil die Entscheider in Stadtrat und/oder Bezirksvertretung sich sorgen um den ein oder anderen Parkplatz machen. Ich plädiere also dafür, in dem Aufruf Verkehrs-/Stadtplaner durch Entscheider/Politiker zu ersetzen.

    Daneben ist natürlich ein wesentlicher Hebel der Etat, der von der Bundesregierung für Auto- und Radwegebau bereitgestellt wird. Solange hier das Verhältnis nicht zu Gunsten statt zu Lasten des Radverkehrs korrigiert wird, werden auch die fahrradfreundlichsten Kommunalpolitiker und Verkehrsplaner nur langsam etwas ändern können.

    Am wichtigsten jedoch: Wir müssen alle als Beispiel voranradeln und dabei unser Umfeld, d.h. unsere Familie, unsere Freunde, unsere Arbeitskollegen, mitnehmen und dabei nicht nur an das einfache Fahrrad denken, sondern auch an solche mit Lastflächen, Hilfsmotoren, an die Verbindung mit Bus und vor allem Bahn sowie schließlich eine fußgängerfreundliche Stadtplanung. Denn auch an dieser Stelle möchte ich widersprechen. Sehr viel Autofahrer sind nicht auch gleichzeitig Radfahrer (eine Sonntagsradtour auf dem Feld kann hier nicht angerechnet werden), und immer mehr Radfahrer sind keine Autofahrer mehr. Aber wir (fast) alle sind für die letzten (hundert/tausend) Meter Fußgänger.

  4. 4 James T. Kirk 08. September 2012 um 22:57 Uhr

    Geiles Blog,

    bin über Telepolis hierauf gekommen. Ich bin selbst faschistoider Kampfradler aus Berlin und radle täglich über Rot, daß es nur eine Freude ist.

    Aber mal im Ernst: Diese Vollidioten von Verkehrsplanern, Mainstreampresse und anderen Dumpfbacken haben keine Ahnung, was Radfahrern zugemutet wird.

    Ich habe schon selbst überlegt, ein Blog zu gründen, der quasi frei ist und wo jeder Radfahrer ganz reale Erlebnisse im Verkehr dokumentieren kann, damit Außenstehende mal mitkriegen, wie verroht natürlich die Autofahrer fahren. Und was einem alles für Müll auf den minderwertigen Bürgersteigradwegen passieren kann.

    Weiter so.

  5. 5 Konrad 06. Oktober 2012 um 12:29 Uhr

    So so, Radfahrer sind mal wieder als die armen Opfer? Die dann auf den Bürgersteig ausweichen und ohne Rücksicht auf Verluste die Fußgänger anfahren und weiter rasen? Die auf dem Bürgersteig nebeneinander fahren oder die Fußgänger in die Hundescheisse klingeln? Die keinen Gedanken daran verschwenden, welche kinetische Energie sie bei einem Aufprall mit Füßgängern frei setzen? Und die dann „Rücksicht auf die Schwächeren“ fordern? Fuck you! Ich trete jede von Euch vom Rad, der meint, den Bürgersteig als Zweitradweg und Rennstreckee nutzen zu müssen. Und in meiner Stadt bin ich damit längst nicht mehr allein.

    Habt Ihr Euch z.B. mal gefragt, warum es kaum mehr alte Leute auf den Bürgersteigen gibt? Natürlich nicht. Ihr seht ja eh niemanden, wenn Ihr durchbrettert. Aber wegen Euch ist der Bürgersteig für viele Fußgänger schlicht zu gefährlich geworden. Was Euch natürlich egal ist. Weil Ihr ja die Opfer seid, die Guten. Da ist es dann natürlich auch legitim, Eure Problme auf uns Fußgänger abzuwälzen. Wundert Euch also nicht, wenn Euch im Vorbeifahren der eine oder andere Fußgänger seinen Regenschirm in die Speichen kanllt.

  6. 6 Jörg 06. Oktober 2012 um 13:10 Uhr

    Ach, ihr sprecht mir aus dem Herz!
    Weiter so!

    Liebe Grüße aus Karlsruhe

  7. 7 Fußgänger an Konrad 06. Oktober 2012 um 13:16 Uhr

    Ich glaube, du hast den Text nicht ganz richtig verstanden oder dir noch nicht mal die Mühe gemacht, ihn zu lesen. Dort ist auf jeden Fall aufgeführt, warum Radler manchmal nun auch auf den Fußweg ausweichen. Kommt leider vor. Genauso, wie Fußgänger verplant auf Radwegen umherirren. Deshalb sind die es aber lange noch nicht wert, ihnen mit dem Regenschirm auf den Kopf zu hauen. Und genauso will ich nicht von militanten Fußgängern zu Fall gebracht werden.

    Es geht um ein Miteinander und nicht um ein Gegeneinander im Verkehr!!!

  8. 8 Jess 06. Oktober 2012 um 13:33 Uhr

    Endlich gibt es mal eine Initiative gegen dieses Gehetze gegen ZweiradlerInnen!

    Danke. Darauf habe ich gewartet!

  9. 9 Ralf 06. Oktober 2012 um 13:38 Uhr

    Ich kann dem Artikel nur zustimmen. Als beruflich stark fahrradgebundener Verkehrsteilnehmer erlebe ich den Krieg auf der Straße tagtäglich. Automobilisten, die sich über Radlerinnen aufregen, die sich weigern die drittklassigen Radwege zu benutzen, sind an der Tagesordnung.
    Lieber eine drittklassige Straße als ein zweiklassiger Radweg heißt die Lösung im Alltag!

  10. 10 zeitdiebe-magazin 06. Oktober 2012 um 13:41 Uhr

    Rudel bilden
    Wenn mehr als 15 Radfahrer gemeinsam unterwegs sind, dürfen sie als geschlossener Verband fahren und gelten als ein Verkehrsteilnehmer, dürfen auch zu zweit nebeneinander fahren und vor allem: Alle über die Ampel, auch wenn diese bereits auf Rot umspringt.

  11. 11 Matthias 06. Oktober 2012 um 13:47 Uhr

    Schöne Initiative. Mal gucken, was draus wird :)

    Aber zur Lesbarkeit der Texte_innen bitte das Gendergap_innen rausnehmen!

  12. 12 dojung 06. Oktober 2012 um 15:52 Uhr

    …nach einigen mittelschweren bis schweren Verkehrsunfällen, verursacht von Autofahrern, von denen ich bleibende körperliche Schäden habe, bin ich unbedingt dafür, dass der Autoverkehr zugunsten von Radlern eingeschränkt wird!

  13. 13 Name 06. Oktober 2012 um 15:53 Uhr

    Ich unterstütze eure Kampagne zu 100 %! es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Politiker vom Umdenken schwadronieren und dann selbst mit dem Mercedes zur Arbeit fahren! Also auf aufs Rad und losgelegt.

  14. 14 Sonya 06. Oktober 2012 um 17:05 Uhr

    Liebe Blogger_innen,
    hier ist *viel zu oft* die Rede von „Radwegen“.
    Fahrradfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer gehören nicht auf Sonderwege verbannt!
    Nur eine konsequente Abschaffung ALLER Sonderwege für Radfahrer (sprich Fahrradwege) wird dazu führen, das Fahrradfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer angesehen werden.

    LG
    Sony

  15. 15 Sonya 06. Oktober 2012 um 17:08 Uhr

    Liebe Blogger und _innen,

    Etwas weniger „_innen“ würde uns besser stehen. Oder wen wollt Ihr mittels „_innen“ aus oder eingliedern. Seit Ihr letztendlich gar nicht für eine Gleichberechtigung für ALLE Fahrradfahrer? Mir jedenfalls scheint es so beim Lesen der Texte_innen! Beliebt macht Ihr_innen Euch_innen damit nicht. Lest bloß diverse Foren die sich mit dem Thema Fahrrad bzw. HPV beschäftigen und Eurer_innen Block diskutieren.
    LG
    Sony

  16. 16 Administrator 06. Oktober 2012 um 17:58 Uhr

    Auf diesem Blog wird die Form des Gender Gaps („_innen“) verwendet, da wir wissen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.
    Der Gender Gap soll ein Mittel der sprachlichen Darstellung aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten, auch jener abseits der gesellschaftlich hegemonialen Zweigeschlechtlichkeit sein.
    In der deutschen Sprache wäre dies sonst nur durch Umschreibungen möglich. Die Intention ist, durch den Zwischenraum einen Hinweis auf diejenigen Menschen zu geben, welche nicht in das ausschließliche Frau/Mann-Schema hineinpassen oder nicht hineinpassen wollen, wie Intersexuelle oder Transgender.

  17. 17 Tobi 06. Oktober 2012 um 18:00 Uhr

    Ich fahre zwar um meines eigenen Lebens willen sehr vorsichtig
    (fahrradfeindliches Berlin) unterstütze euren Aufruf aber sehr gerne. Bin übrigens aktiv gengen den Ausbau der A100 (www.a100stoppen.de)

  18. 18 Theo Birnthaler 06. Oktober 2012 um 18:56 Uhr

    „Kampfradler“ halte ich für einen Euphemismus. Es gibt sie, die rücksichtslosen Radlrambos, das trifft die Sache besser, die die städtischen Straßen, Rad- und Fußgängerwege für ihre persönliche Rennpiste halten. Ich selber fahre in München 120 km pro Woche mit dem Rad. Gefährliche Begegnungen mit diesen Rambos kommen da auch auf den Radwegen immer wieder vor. Meistens kann man davon ausgehen, wenn einer aufgebrezelt daher kommt wie Jan Ulrich auf der Tour de France, dann sollte man schon in Sichtweite in Deckung gehen, als Fußgänger, Rad- und Autofahrer. Das lehrt die alltägliche Erfahrung. Es ist nur ein kleiner egoistischer Haufen, der den Ruf von Radfahrern so schädigt. Die große Mehrzahl agiert gemäß Art. 1 STVO. Und dieser kleine egoistische Haufen sorgt auch dafür, dass den normalen Radfahrern mit einer zunehmend verschärften Verfolgung und Reglementierung, die schön langsam an Schikane grenzt, das Leben schwer gemacht wird. Für die Münchner nenne ich hier nur die Ludwigsstraße, das ist pure Radfahrerschikane. Das ist zumindest meine Beobachtung in den letzten Monaten. Es könnte ein Leben und Lebenlassen geben. Aber die Radikalen auf beiden Seiten wollen das nicht.

  19. 19 Maike 06. Oktober 2012 um 19:47 Uhr

    Liebes Kampfradler_innenteam und alle Anderen,
    ich freue mich sehr darüber, dass ihr durch eure homepage nicht nur die hegemonialen Strukturen innerhalb des (Straßen-)Verkehrs aufzeigt, sondern allein durch eure Weigerung, das generische Maskulinum zu benutzen, offensichtlich auch bzgl. der Geschlechter. Das ist schön, denn hier gibt es ja noch mindestens so viel zu kämpfen, wie für Gleichberechtigung auf und neben den Straßen. (Ich finde es wirklich verstörend, dass es immer noch so viele Leute gibt, die was von „Lesbarkeit“ quasseln, um das unliebsame Thema der patriarchalen Gesellschaftsstrukturen – z.B. repräsentiert durch Sprache – zu umgehen oder gar zu negieren. Genau deswegen haben es auch Radfahrer_innen gegenüber der Autolobby so schwer, ist das gleiche Prinzip!) Das ist ja immer alles dieselbe Soße: bestimmte Teile der Gesellschaft sind durch Strukuren privilegiert und klammern daran fest, haben eine massive Lobby, die auch gewaltige Vorteile von diesen (Macht-)Strukturen hat, das Ganze ist selbsterhaltend und ändert sich nur durch massiven Widerstand und Aufklärung.
    Darum sage ich als weiblich sozialisierte Person, Radlerin und Veganerin: DANKE! Das Kampfradeln geht weiter!!!
    PS: Der von Ramsauer geprägte Begriff „Kampfradler“ erinnert mich bzgl. Absurdität und Verdrehung-der-Tatsachen übrigens sehr an Stoibers „Problembären“ oder auch „Wutbürger“ (wer auch immer sich das ausgedacht hat…).

  20. 20 Sascha 06. Oktober 2012 um 20:35 Uhr

    Liebe Admins,

    ob der/die/das Radfahrer irgendein Gender hat, ist absolut und total belanglos. Gendergaps, Binnen-Is, usw. sind vollkommen überflüssig und schrecken viele potentielle Leser schlicht ab.
    Können diese Sprachrelikte aus dem Umfeld von Asten und „Autonomen“ nicht endlich mal auf dem Müllhaufen entsorgt werden? Danke!
    Ansonsten hat Euer Aufruf ja Hand und Fuß.

  21. 21 Theo Birnthaler 07. Oktober 2012 um 9:51 Uhr

    @Maike

    Klären Sie mich bitte auf. Wie ist der genderkorrekte Begriff für „Radlrambo“? Radlramba, Radlrambine, Radlrambetta, Radlrambinea? Ganz abgesehen davon, dass eine solche ich noch NIE auf der Strasse gesehen habe. Wie wäre es denn, wenn man sich auf das wesentliche konzentrieren würde?

  22. 22 Paul B. 07. Oktober 2012 um 12:29 Uhr

    Ich bin zufällig auf diesen Link gestoßen und bekomme jeden Tag auf dem Weg zur Schule genau das mit, was im Text steht. An Ampeln halte ich kaum noch. Und Radwege benutze ich auch nicht mehr. Etwa sind sie zugestellt mit Autos oder die Fußgänger meinen, es wäre ein Fußweg.

  23. 23 Heiko Mamerow 07. Oktober 2012 um 13:47 Uhr

    Danke, das Ihr den diffamierenden Begriff „Kampfradler“ in ein anderes Licht rückt.

  24. 24 Gerhard 07. Oktober 2012 um 14:22 Uhr

    Bravo! Alles sauber auf den Punkt gebracht! Und auch im jahrzehntelang schwarz verrusten Stuttgart weht womöglich bald ein frischer, reinigender Wind. Raus mit dem Rad auf Stuttgarts Straßen! Feinstaub gar nicht erst entstehen lassen – jetzt wird hier mal richtig rausgeputzt :)

  25. 25 Klaus 07. Oktober 2012 um 14:30 Uhr

    Dass musste schon lange mal gesagt werden. Hinzufügend vielleicht noch, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn wir Kampfradler die Mehrheit im Verkehr werden.
    Schließlich ist Kampfradfahren die energesparenste Art der Fortbewegung!

  26. 26 seidenstrasse 07. Oktober 2012 um 15:27 Uhr

    diese zehn Regeln entstanden auf der Fahrt Bonn > Tokyo – mkit dem Fahrrad. Vielleicht möchtet Ihr sie in euren blog übernehmen… ?

    http://silkroad-project.blogspot.de/search/label/zehn%20goldene%20Regeln

  27. 27 Guudi 07. Oktober 2012 um 15:34 Uhr

    Die ersten beiden Forderungen zeugen leider nicht von Fachkenntnissen und sind zudem sehr ungenau:

    • Gleich viel Raum für alle Verkehrsteilnehmer_innen: Autos, Busse/Bahnen, Fahrräder und Fußgänger_innen.

    Diese Forderung unterstellt eine vollständige Trennung der Verkehrsarten. Dbei wird die Trennung von Rad- und Kfz-Verkehr von vielen Verkehrsaktivist_innen abgelehnt, in Berlin dürfen Radfahrer Busspuren benutzen und für selten verkehrende Busse reserviert man keinen kostbaren Straßenraum. Zudem sind sowohl Platzbedarf der verschiedenen Verkehrsmittel als auch ihre Anteile am Verkehrsaufkommen sehr unterschiedlich – warum sollte ihnen ausgerechnet jeweils ein Viertel des Verkehrsraums zustehen? Sinnvoll wäre selbstverständlich, dem Kfz-Verkehr Flächen zu entziehen.

    • Gleiche Ampelzeiten für Alle.
    An Ampeln sind die unterschiedlichen Geschwindigkeiten Ursache unterschiedlich langer Grünzeiten. Wer langsamer ist (Fußgänger, Radfahrer), kriegt früher Rot als der Kfz-Verkehr, damit Alle beim Grünbeginn des Querverkehrs die Fahrbahn verlassen haben. Soweit ist das zur Verkehrssicherheit nötig und der heimliche Sinn vieler Fahrradampeln: Damit können die Autos länger Grün kriegen.
    Nicht nötig ist hingegen, die Grünzeit für Fußgänger und Radfahrer darüber hinaus zu kürzen, damit Abbieger ungestört abbiegen können. Das wird z. B. in Berlin nahezu flächendeckend gemacht, ist aber für Laien schwer erkennbar und wird von der Verwaltung auch abgestritten.

    Wird eine Querung in drei Furten aufgeteilt, so macht man das, weil diese unterschiedlich lange Grün bekommen können. Würde man sie zusammenfassen, würde die eine Furt nur dann und so lange Grün bekommen, wie die drei Teilfurten gemeinsam Grün haben. Das wäre wesentlich kürzer und vermutlich auch nicht im Sinne des Autors…

    Alle Forderungen richten sich leider nur an die Straßenbaulastträger, innerstädtisch meist die Gemeinden. Dabei findet Straßenplanung auf Grundlage von Bundesgesetzen und –richtlinien statt. Die StVO entstand zur Privilegierung des Kfz-Verkehrs und dieser Geist ist – insbesondere in der VwV – noch enthalten, schon in dem grundlegenden Ansatz, dass jede öffentliche Straße von jedem Kfz in Höchstgeschwindigkeit befahren und beparkt werden darf. Alle Einschränkungen – auch die zugunsten anderer Verkehrsarten – sind zu begründen, teilweise als Einzelfall. Das macht Tempo 30-Anordnungen auf Hauptverkehrsstraßen so schwierig, ebenso die Aufhebung von Parkstreifen, z. B. zugunsten von Bus- oder Radspuren, oder Lkw-Verbote. Eine Entrümpelung der StVO und ihrer VwV von Kfz-Privilegien („Flüssigkeit und Leichtigkeit“ etc.) und eine Systematisierung mit Bevorzugung umweltfreundlicher Verkehrsarten wäre m. E. im Hinblick auf eine neue Bundesregierung ein lohnendes Ziel.

  28. 28 Boris 07. Oktober 2012 um 16:01 Uhr

    ich begrüße die aktion sehr!

    kennt ihr „kampfradler“ in berlin?

    ich würde gerne mitmachen, weil ich den kampf jeden tag meistens allein betreibe.

    herzliche grüße, boris

  29. 29 Christian 07. Oktober 2012 um 16:24 Uhr

    Vielleicht sollte man eine Bundestagspetition daraus machen.
    Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer! Ich biete meine Mitarbeit bei der Formulierung an.

  30. 30 Matthias Haun 07. Oktober 2012 um 16:31 Uhr

    Eine sehr gute und wichtige Aktion! Danke dafür!
    Das Motto „Ein Herz für..“ finde ich allerdings schlecht, da Blöd-Zeitung belastet.

  31. 31 Jürgen 07. Oktober 2012 um 16:47 Uhr

    Etwa seit 1984 fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Seit etwa 15 Jahren besitze ich kein Auto mehr. Kampfradeln praktiziere ich seit einigen Jahren, weil es oftmals sicherer ist, als sich an die Regeln zu halten.

  32. 32 felix 07. Oktober 2012 um 18:41 Uhr

    Hallo Alle_innen zusammen.

    der mit Abstand beste Beitrag hierzu:
    http://radreise-forum.de/topics/868993#Post869217

    Allen_innen einen Kämpferischen_innen Gruß

  33. 33 markus gerat 07. Oktober 2012 um 20:15 Uhr

    http://www.spiegel.tv/filme/fahrradkrieg-berlin/

    sowas ist mieße pr!!!
    man könnte genauso auch autofahrer anhalten, die radfahrer in lebensgefährliche situationen bringen (kampfautofahrer). oder städtebauer die bescheuerte verkehrsführung für radfahrer machen (k(r)ampfstädtebauer).

  34. 34 Sven 07. Oktober 2012 um 23:53 Uhr

    Ich bin bekennender Radfahrer aus finanziellen, ökologischen und
    gesundheitlichen Gründen. Bin zwar kein aggressiver Kampfradler, dafür ist mir meine Gesundheit zu schade, kann aber 95% des hier geschriebenen unterschreiben und unterstützen, dazu zählen unter anderem: Kampf dem Autowahn, Schaffung von vernünftigen Radwegen, Gleichberechtigung für alle Verkehrsteilnehmer…
    Macht weiter so!

  35. 35 Gunhild 07. Oktober 2012 um 23:55 Uhr

    München macht eine tolle Kampagne pro Fahrrad, da gibts zum Beispiel eine Broschüre, was man alles nicht darf, und was ein Verstoß kostet. Selbst das Fehlen einer Klingel kostet 10.-
    Aber ich hab kein einziges Mal gesehen, gehört oder gelesen, dass man die Autofahrer darauf hingewiesen hat, wie sie sich Radlern gegenüber zu verhalten haben.
    Übrigens gibt es eine EBI www.tempo-30-in-unseren-staedten.de – sehr zu unterstützen!

  36. 36 Alltagsradler 08. Oktober 2012 um 11:22 Uhr

    Hi Felix,

    danke für den Link.
    Nur komisch das gerade die Vielradler (Verzeihung Vielradler_innen) genau dies hier als Sinnlos bezeichnen.
    Vielleicht sollten die kampfradler_innen mal mehr im Alltag radeln.
    Hier auch noch ein paar nette Beiträge:
    http://www.liegerad-forum.de/forum/showthread.php?32378-Kampfradler-united

    Ansonsten: Selbst die URI ist hier völlig falsch:
    kampfradler.blogsport.de
    Hier gehört kampfradler_innen.blogsport.de
    Oder wen wollt Ihr_innen mit dieser URL diskriminieren!

    Liebe Grüße von
    Heike

  37. 37 peter lustig 08. Oktober 2012 um 17:51 Uhr

    außerdem fände ich es gut, die höchstgeschwindigkeit für autos in städten auf 30 km/h zu begrenzen. so kommen alle gleichschnell ans ziel und getrennte fahrbahnen werden unnötig

  38. 38 Kampfhahn 08. Oktober 2012 um 21:38 Uhr

    Vielen Dank für diese lange überfällige Aktion! Die von Euch beschriebenen Schikanen, welchen Radfahrer (mit behördlicher Unterstützung!) ausgesetzt sind, entsprechen genau der Realität. Es ist in der Tat so, dass bei allen Planungen in erster Linie darauf geachtet wird, dass dem MIV kein Zentimeter Platz genommen wird. Das Ergebnis ist, so, wie ihr es beschreibt. Radfahrer und Fußgänger haben sich die Restflächen zu teilen, damit der Autoverkehr „ungestört“ fließen kann.

    Auch ich wechsele bei jeder sich (legal) ergebender Gelegenheit auf die Fahrbahn. Allmählich machen mich die aggressiver Autofahrer, die sofort hupen, pöbeln und mich schneiden, ebenfalls aggressiv. Es reicht mir! Ich habe keine Lust mehr, mich von diesen unwissenden Dumpfbacken in Umweltverpestungsdosen anmachen zu lassen. Deshalb unterstütze ich eure Aktion. Bitte bleibt dran! Die Zeit ist reif für einen Umwelt- und menschenfreundlicheren Verkehr!

  39. 39 Klaus 08. Oktober 2012 um 22:43 Uhr

    Liebe Leute,
    bitte, bitte benutzt nicht das UnWort „Drahtesel“ in eurem Aufruf! Wer das Fahrrad als Verkehrsmittel ernst nehmen will, sollte sich der despektierlichen Ausdrücke der motorisierten Zunft tunlichst enthalten. Sagt doch einfach „Fahrrad“, wenn ihr
    „Fahrrad“ meint. Danke.
    Viele Grüße aus Regensburg
    Klaus

  40. 40 Sven 08. Oktober 2012 um 22:44 Uhr

    Auf unserem Blog, beste-stadt.net, sind wir jetzt alle Kampfradler. Niebüll ist die (fast) nördlichste Stadt in Deitschland.

    LG Sven

  41. 41 Lutz 09. Oktober 2012 um 9:48 Uhr

    Eine wirksame Maßnahme gegen Schikanen durch Autofahrer ist es, sie anzuzeigen! Dazu braucht man nur eine kleine Digicam oder ein Handy/Smartphone und etwas Zeit. Dann muss noch wissen, welche Behörde für’s Falschparken zuständig ist. In Hamburg ist das die Bußgeldstelle beim Einwohnerzentralamt. Man kann die Anzeigen per E-Mail hinschicken.

    Zeigt jeden, der auf dem Radweg parkt an! Es werden sich bald die ersten Erfolge einstellen…

    Eine kleine Hilfe, wie das geht, findet ihr z.B. auf hamburg.adfc.de > Verkehr > selbst etwas tun > Beschwerdewegweiser

    Überschüttet die Behörden mit Anzeigen! Dann wird endlich einmal deutlich wie viele tausend Male ignorante Autofahrer Radwege Tag für Tag als Parkplätze missbrauchen.

  42. 42 Rolf 09. Oktober 2012 um 11:27 Uhr

    Diese Initiative spricht mir aus dem Herzen und ist längst überfällig. Ramsauer aufs Rad, damit er künftig weiß, wovon er spricht!

  43. 43 Maike 12. Oktober 2012 um 22:45 Uhr

    Vielleicht wurde folgender link schon aufgeführt, dann sorry für die Doppelung. Ich wollte darauf hinweisen, dass es seit diesem Jahr eine critical mass-Seite für Bremen gibt:
    http://www.criticalmass-bremen.de/
    Vielleicht mag ja die ein oder andere Person daran teilnehmen, je mehr, desto besser! :-)

    Antwort an Theo Biernthaler:
    Mönsch, vielleicht haben Sie manchmal Ihre Brille nicht auf!?
    Den Nebenschauplatz „gender“ habe ich nicht eröffnet, lediglich kommentiert. Eröffnet haben ihn – wie immer – Leute wie Sie, die offensichtlich nach wie vor etwas dagegen haben, dass alle Menschen sich angesprochen fühlen.
    Etwas Richtiges (alle Menschen ansprechen) wieder falsch zu machen, weil irgendwelche reaktionären Leute (siehe z.B. die Typen vom Liegeradforum) sich auf den Schwanz, äh Entschuldigung, den Schlips natürlich (!) getreten fühlen, ergibt ja keinen Sinn, nicht wahr?
    Es ist übrigens auch keine Schande zu schweigen, wenn mensch sich noch keine sinnvollen Gedanken zu einem Thema gemacht hat. :-)

  44. 44 Daniel 16. Oktober 2012 um 19:15 Uhr

    Im Sinne einer durchdachten Verkehrspolitik sollte es selbstverst?ndlich sein, ein zusammengefaltetes Faltrad in Stra?enbahnen ohne Aufpreis mitzunehmen, wie dies bei der DB schon l?ngst Usus ist. Dabei hapert es aber noch sehr an l?cherlichen Egoismen der lokalen Verkehrsbetriebe – z.B. in Leipzig.

  45. 45 Bettina 29. November 2012 um 19:29 Uhr

    Kampfradlerin, ziviler Ungehorsam
    Message: Ich bin dabei!
    Kennt ihr mein Buch „Auf dem Rad – Eine Frage der Haltung“ (DVA,2012)?

    Herzlich,
    Bettina

  46. 46 Anna Lingnau 29. November 2012 um 19:31 Uhr

    Ich stimme voll und ganz zu. Vor allem Fußgänger und Radfahrer werden zu oft auf zu engen Raum gequetscht. Oft sind es sogar die Fußgänger, die einen, wenn man sie nach mehrmaligem Klingeln AUF dem Radweg zügig überholen will, empört angucken. Oder solche, die aus dem Bus steigen, auf dem Fahrradweg stehen bleiben und erst einmal ihr Handy checken. Gerade in Unistädten ist für Radfahrer viel zu wenig Platz… .

  47. 47 Radler befolgen die StVO nicht 01. Dezember 2012 um 17:10 Uhr

    Ich finde es lustig, dass bei diesem Thema so auf den Radfahrern herum getrampelt wird.
    Welcher Autofahrer hält sich denn an die StVO. Eigentlich keiner. In der Verkehrsberuhigten Zone, in der ich wohne, fahren die Autos zu 80 % schneller als 20 km/h. Eine Stoppschild wird von den wenigstens Autofahrern beachtet. Warum also diese Heuschelei?

  48. 48 Thomas 05. Dezember 2012 um 15:22 Uhr

    Durchgetickter FDP-Politiker.
    Habt Ihr das gelesen?

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/153301

  49. 49 Florian 14. Dezember 2012 um 15:35 Uhr

    Klare Hierarchie
    1. Fußgänger
    2. Radfahrer
    3. Autofahrer

    Und nach diesem Schema sollten auch Verkehrsnetzte gedacht werden.

  50. 50 Flavia 14. Dezember 2012 um 15:36 Uhr

    Danke für das Formulieren dieses Aufrufs, der spricht mir direkt aus dem
    Herzen. Man könnte noch hinzufügen, dass kaum Radwege von Schnee und Eis befreit werden, gerade auf den für Radfahrer angenehmeren Nebenstraßen nicht, und zwar grundsätzlich.

  51. 51 Erik 14. Dezember 2012 um 15:37 Uhr

    Autofahren ist ein Privileg, Radfahren ein Grundrecht.

  52. 52 Cycling Chic 14. Dezember 2012 um 15:39 Uhr
  53. 53 Max 14. Dezember 2012 um 15:41 Uhr

    Ich erlebe es quasi t?glich das auf meinem Weg zur Arbeit der Radweg von
    den angesprochenenen „nur mal kurz halten“ Autos zugeparkt ist. Oftmals erlebe ich dann wie Autos mich anhupen wenn ich ihnen „ihre“ Stra?e streitig mache. Langsam reichts! Auch ist die Rad-Ampel nach 5 sec wieder rot, w?hrend Autos noch minutenlang weiterfahren d?rfen, in dieser Zeit bin ich ja 3x ?ber die Kreuzung geradelt. Mache ich mittlerweile auch so.

  54. 54 Thomas 14. Dezember 2012 um 15:49 Uhr

    Verkehrsregeln sind fahrradunfreundlich. Radfahrer könnten mit weniger Regelungswut bestens umgehen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen

  55. 55 Dr. Dirk Wassermann 14. Dezember 2012 um 15:50 Uhr

    Das war überfällig, herzlichen Gl?ckwunsch! Was im Aufruf noch etwas zu kurz kam – ich überflog ihn nur, bin aber von Eurer Initiative überzeugt –, war die Befangenheit der Politik durch die Autolobby. Hinter der Verkehrspolitik stecken auch handfeste, wirtschaftliche Interessen.

  56. 56 Jan 16. Dezember 2012 um 1:09 Uhr

    Der Ausgangspunkt soll sein: Verkehr ist Zusammenarbeit. Wenn ich Auto fahre, beachte ich sorgfältig die Regeln, vor allem auch die Tempolimite (!), sogar (!) wenn Tempo 30 auferlegt wird. Wenn ich aber Rad fahre, muss ich schon an erster Stelle auf meine eigene Sicherheit achten – und dabei manchmal die Regeln mißachten. So ist es zum Beispiel sicherer, eine Kreuzung zu überqueren, wenn alles Rot hat, als zu warten, bis man selbst Grün bekommt. Um nur ein Beispiel zu nennen. Was ich rigorös ablehne, ist das Verscheuchen von Fussgängern. Man soll seine Position nie verstärken auf Kosten von noch Schutzloseren als man selbst.

  57. 57 Andreas 16. Dezember 2012 um 13:57 Uhr

    Was ich im Fahrradalltag auch immer wieder erschreckend finde, ist, dass Autofahrer so wenig Abstand beim Überholen halten. Wenn ich mal Auto fahre, fahre ich lieber Kilometerlang hinter einem Radfahrer her, bevor ich zu nah an ihm vorbei fahre!

  58. 58 Reiml 16. Dezember 2012 um 13:58 Uhr

    Besonders in Bayern, mal wieder, ist die Verkehrspolitik der CSU besonders asozial und einseitig auf das Auto ausgerichtet!

  59. 59 matthias 16. Dezember 2012 um 14:01 Uhr

    wurde neulich von Auto umgefahren – bekam obendrauf noch 20,-
    Ordnungsgeld. Die dem gesellschaftlichen Zusammenleben zu Grunde liegende Ordnung wurde aufgekündigt.
    Wir Energetisch Nachhaltige Gesellschaftsverträglich Eigenmobile Leistungsträger müssen in diesem asymetisch geführten Konflikt nun das Heft selbstHand nehmen. Es ist unsinnig Gefangene zu machen.

  60. 60 Dirk 16. Dezember 2012 um 19:42 Uhr

    From: Dirk
    Abschaffen!
    Angesichts der Umweltvergiftung, der Tötungs- und Verletzungsrate und der hohen Kosten gibt es nur eine Forderung:
    Abschaffung des automobilen Individualverkehrs, Ausbau öffentlicher Nah- und Fernverkehrsnetze, Umleitung von intellektuellen und materiellen Ressourcen in sinnvolle Verkehrspolitik! Die Förderung des Radfahrens steht hier ganz vorne auf der Liste.

  61. 61 Rüdiger Kalupner 17. Dezember 2012 um 13:29 Uhr

    Ohne es zu wissen, fordert Eure Kampfradler-Initiative die Macht-Nr.1 in Deutschland heraus – mit Aussicht auf revolutionären Erfolg. Die Macht-Nr.1 ist das 2%Wachstumszwang-Regime der KAPITALSTOCK-Maximierer, dessen stärkste Stütze der Auto-Industie-ADAC-und-IGMetall-Clan ist. Es geht beim Umsteigepotenzial durch Radlernutzung um den Verlust von über 100 Mrd. Autokilometer p.a. in D – und um Krankheitskosten-Verlust von ebenfalls über 100 Mrd. Euro. p.a. in D.

    Um die Aussage ‚es geht um den drohenden Sturz der Macht-Nr.1 in D‘ in ihrer realen Dimension zu verstehen, ist es nur hilfreich, sich über die ‚Kampfhandlungen‘ in Erlangen seit dem Jahr 1985 und über deren Ergebnisse zu informieren. Ein Einstieg in die macht- und kulturgeschichtliche Dimension der Radlerkampfansage biete ich auf meiner Webseite an: http://www.die-kreativen-partei.de/Zeitzeugen.php.

    Alle, die sich informieren, werden erstaunt sein, wozu der Auto-Industrie-ADAC-IGMetall-Clan fähig ist, wenn er sich mit der politisch-wirtschaftlichen Machtfrage an der Konfliktfront Radler contra Auto-und-ÖPNV-Nutzer herausgefordert sieht.

    Folgendes ist in meinem Brief an die Kampfradler-Initiative v. 15.12.2012 u.a. zu lesen:

    „Wer die Konfliktlage zw. den innerstädtische Alternative Auto/Bus gegenüber Fahrradfahren zu Ende denkt, (= u.a. per Studie über evolutionslogisches, endausbaufähiges, radlerzentriertes Stadt-Umland-Verkehrssystem statt Fremdtransportzentriertes … ) der kommt logisch bei der Macht-Nr.1-Frage an. Es geht um über 100 Mrd. Autokilometer, die dem Auto-Industrie-ADAC-IGMetall-Clan verlorengehen. Die Reaktion auf dieses Wissen und die gestellte Machtfrage – durch mich hier in Erlangen – war die Erpressung des RadlerSPD-OB, Dr. Hahlweg, durch den IGM- und Siemens-Vorstandsclan.

    ‚Ein Herz für Kampfradler_Innen‘ könnte – zu Ende gedacht – auf die Kampfansage an die Macht-Nr.1 logisch hinauslaufen – via Forderung an eine Stadt oder das B‘Verkehrsministerium nach einer Studie ‚Endausbau …. radlerzentriertes Stadtverkehrssystem …‘ landen.

    Das ist genau das geistige und machtpolitische Niveau auf das die megamäßigen, tiefgestaffelten Widerstände der Auto-BUS-zentrierten Verkehrspolitiker gegen die Radlerbewegung drängen- und die der ADFC völlig ignoriert. Warum? könnte ich Euch darlegen. …“

    Bitte, habt keine Angst vor der geschichtlichen Dimension. Informiert Euch! Nur wer im vollem, d.h. evolutionsgesetzlich-logisch gestützten Bewußtsein seiner SACHE und ihres Durchsetzungspotenzials ist, kann sich mit der Übermacht der Evolutionstrends verbünden und wird aufnahme- und wahrnehmungsfähig für die TippingPoint-Genialität, mit der das Macht-Nr.1-Kartenhaus sich zusammenfalten läßt.

    Rüdiger Kalupner
    Unternehmensberater in Sachen Epochenwechsel unter die Ordnung des KREATIVEN Evolutionspfades, d.h. des Reichs der Freiheit ..

  62. 62 Ulli Horlacher 17. Dezember 2012 um 23:13 Uhr

    Euer Aufruf http://kampfradler.blogsport.de/ ist bei weitem nicht konsequent genug. Ihr fordert da eigentlich nur das bessere Ghetto: bessere Radwege.

    Anscheinend fahrt ihr zu wenig Fahrrad um zu erkennen, dass das
    eigentliche Problem des Radfahrers der Radweg AN SICH ist. Alle mir bekannten wissenschaftlichen Studien kommen zu dem Schluss, dass Radwege massiv die Unfallgefahr erhoehen, teilweise bis zum Faktor 12 (bei innerstaedtischen linksseitigen Radwegen). Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.

    Euer Aufruf liest sich deshalb wie die Forderung des Negers nach einem schoeneren Ghetto. Genau so kommt das dann auch in den Medien und Leuten an.

  63. 63 rolf 17. Dezember 2012 um 23:14 Uhr

    Super, die Verkehrsregeln müssen endlich dem modernen Radverkehr ajgepasst werden. Immer stehen nur die Autofahrer im Focus des Gesetztgebers.

  64. 64 Monika 18. Dezember 2012 um 23:09 Uhr

    Gerade mit meinen 72 Jahren kann ich auf dem Fahrrad leider nur überleben und ans Ziel kommen, wenn ich nicht immer die Straßenverkehrsordnung beachte.

  65. 65 Rüdiger Kalupner 20. Dezember 2012 um 13:51 Uhr

    Ich erlaube mir noch einen kleinen Nachtrag zu meinem obigen Kommentar:

    Früher meinte ich, die Radler seien im humanistischen Befreiungs- und Erleichterungs-Projekt Europas die historische Nachfolgebewegung der Arbeiter. Statt Klassenkampf zw. Arbeit und Kapital, sei der Kampf der Radler um die Vorherrschaft in den Stadtverkehrssystemen angesagt, weil nur deren lebensstilprägende Alltagspraxis dem Ziel der ‚allseitigen Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten‘ maximal dient und vor allem verhindert, dass die spätindustrielle Bewegungsarmut zur kollektiven Degeneration und zum kulturellen Exitus führt.

    In dieser europäisch-humanistischen Tradition stehend, forderte ich in einer halbseitige Anzeige in der Frankfurter Rundschau v. 2.4.1085, S.7, u.a. die Vereinigung der Arbeiter- mit der Radlerbewegung. Es gelte, die Macht-Nr.1 – AIACD (= Auto-Industrie-IGM-ADAC-Clan-Deutschlands) zu spalten und so zu stürzen. Das war eine historische und strategische KAMPFANSAGE, die z.T. auf Karl Marx aufbaute – und gegen die sich sofort alle Teile des AIACD, also auch der IGM-Vorstand, organisierten.

    Als ich dann auf eigene Faust mein Ziel weiterverfolgte und am 23.9.1985 in Erlangen Nägel mit Köpfen machte, d.h. auch noch die Partei/Trägerbewegung gründete, ‚Wir fahrradeuphorischen Epikureer‘ benannt, sahen die Spitzen des AIACD rot. Siemens kaufte, abgestimmt mit dem IGMetall-Vorstand die örtlichen ‚Erlanger Nachrichten‘ auf. Danach erpresste die Siemens-IGM-Vorstände den Radler-OB Erlangens, Dr. Hahlweg, und andere Parteispitzen – geheim-öffentlich und mit sich zuspitzenden Drohungen,die am 16.1.1986 ihren erfolgreichen Höhepunkt erreichten. Man wollte mit allen Mitteln verhindern, dass die Stadt mit mir kooperiert. Sie sollte meine schriftlich verbreitete Forderung nach einer Studie ‚Endausbaufähiges, evolutionstheoretisch fundierte, radlerzentrierte Stadt-Umland-Verkehrssystem‘ ignorieren. Mit den hinterhältigsten journalistischen Tricks und Lügen, die der neu installierte Chefredakteurs der EN, Udo Greiner, ein Autojournalist aus dem Schwäbischen, ins Blatt brachte, wurde ich lächerlich gemacht oder totgeschwiegen.

    Die Abwehrstrategie fand aber auf allen anderen Machtebenen in D ebenfalls konsequent statt. U.a. beim ADFC. Der ADFC wurde auf Bundesebene vom Autoclan personell besetzt, d.h. unterwandert. Herr NN, der persönliche Referent des Bundesvorsitzenden der GdED (=Gewerkschaft der Eisenbahner Deutchlands) Herrn Haar, wurde nach dessen Rücktritt 1988, der ADFC-Vorsitzer. Er sollte das kultur- und machtsystemische, revolutionäre Radlerpotenzial totschweigen helfen. Seitdem beschäftigt sich der ADFC mit Peanut- und Radlerreise-Aktivitäten. Er sollte allem aber sicherstellen, dass er keine vergleichbare ‚Endausbaustudie ….‘ fordert. Lleider starb Jan Tebbe, der Gründer des ADFC, zu früh. Wir verstanden uns.

    Das sind nur einige wenige Hinweise auf die bald 30jährige geheime Abwehr- und Mauerstrategie des AIACD gegen die Radler-Systemalternative. Der AIACD ist nach meinem heutigen Erkenntnisstand n u r der Kern des absolutistisch herrschenden 2%Wachstumszwang-Regimes der KAPITALSTOCK-Maximierer (= 2%Kapitalismus vom Clantyp Rumpelstilzchen, als fast-geheime Steuerungsswissenherrschaft).

    Die Spitzen des 2%Clans kennen die systemstürzenden Gefahr und evolutionsgesetzliche Übermacht der ‚aufgeklären‘ Radlerbewegung. Sie erschließt sich, wenn man, gestützt auf eine kybernetische Evolutionsprozess-Modell und auf die Erkenntnisse der Chaosphysik, die kulturrevolutionären Potenziale des Alltagsradfahrens in den Industriestaaten zu Ende denkt. Nach der Chaosphysik (u.a. kleinste Änderung kann (!) systemstürzende Wirkung entfalten) sagt, dass die systemische Macht-Nr.1 n u r auf der globalen Kultur-/Systemebene mit der vorhandenen, kleinsten Änderung abgelöst werden kann. Diese zu finden heißt für mich ‚Zu-Ende-Denken‘.

    Die Aufgabe des Zu-Ende-Denkens sollten alle Kampfradler auf sich nehmen. Sie kommen dann – hoffentlich – zu meinem heutigen Erkenntnisstand, der zum kreativen, revolutionär-dominmächtigen Ansatz mit der Forderungen nach der Einführung der evolutionären-ökosozial finanzierten Variante des ‚bedingungslosen Grundeinkommens‘, KREATIV-Lohn statt Flächentariflohnerhöhungen genannt, führt.

    Nach der KREATIVEN Wegerevolution werden den Alltagsradlern die radlerzentrierten Stadtverkehrssysteme in den Schoß fallen. Die Genialität-im-Evolutionsprozess sorgt für ihre einfachen Lösungen selbst. Wir müssen sie nur suchen.

  66. 66 Finke 20. Dezember 2012 um 21:00 Uhr

    Ich würde mich nicht als Kampfradler bezeichnen, nur weil ich die StVo was die Radwegebenutzungspflicht angeht seit Jahren konsequent mißachte.
    Radwege benutze ich nur dann, wenn ich persönlich diese für ungefährlich halte, und nicht weil Schilder diese ausweisen. Ansonsten benutze ich die Straße wie jeder andere Autofahrer auch. Dazu gehört dann natürlich auch das Beachten von roten Ampeln.
    Ich denke wer seinen Platz auf der Straße ohne Angst vor den Autos behauptet wird von den Autofahrern auch als gleichberechtigter Partner im Straßenverkehr respektiert.
    Man muß meiner Heimatstadt Aachen allerdings auch zu Gute halten, daß sie Radwege in den letzten Jahren immer mehr dahin verlegt, wo diese hin gehören. Nämlich als Radspur auf der Straße selber, wie das im direkt benachbarten Fahrradland Holland schon seit langem üblich ist.

  67. 67 Quibus 23. Dezember 2012 um 5:08 Uhr

    Hey Rüdiger! Entspann dich mann…

  68. 68 Rüdiger Kalupner 01. Januar 2013 um 14:23 Uhr

    Hey, Quibus ! Ich entgegne Dir: Denke die Dinge rund um’s Fahrradfahren, um die menschliche Entwicklung in den Industriestaaten evolutionslogisch zu Ende …. und Du wirst ganz entspannt dem Umsturz der Verhältnisse und dem Glück der Radler entgegensehen. Von Alfred Herrhausen kenne ich den Satz:‘Wir verbringen die meiste Zeit damit, die Dinge n i c h t zu Ende zu denken.‘ Der ADFC denkt nichts zu Ende. Seine Führung beutet den Konflikt zwischen Radler und Autoclan nur aus. Er verhinderte alles, was dem herrschenden Autoclan auf geistiger Ebene sofort gefährlich werden konnte. Jan Tebbe, der Gründungsinitiatovr des ADFC, ist leider viel zu früh gestorben. Er sagte mir damals ‚Ich verstehe Dich ….‘

  69. 69 KampfHahn 01. Januar 2013 um 14:37 Uhr

    Euer Aufruf ist gut und lange überfällig! Auch ich finde aber dass er zu zaghaft ist und am Kernproblem vorbei geht. Ziel kann es nur sein, dass das lärmende, Platz und Ressourcen verschwendende, Leben vernichtende, hoch subventionierte, tonnenschwere und übermotorisierte individuelle Fortbewegungsmittel Auto, aus der Stadt verschwindet.

    Schlechte Radwege sind nur ein untergeordneter Aspekt dieses Ziels. Radwege dienen der Separation und haben seit ihrer Erfindung (durch die Nazis) bis heute nur einen einzigen Sinn: dem Kraftfahrzeugverkehr den Weg freizuhalten. Obwohl durch diverse Studien nachgewiesen wurde, dass das Fahren auf Radwegen um ein Vielfaches gefährlicher ist, als das Fahren auf der Fahrbahn, behaupten die Straßenverkehrsbehörden bis heute wider besseres Wissen, dass Radwege „aus Scherheitsgründen“ benutzt werden müssen. Erst durch das BVerwG-Urteil vom 18.11.2010 und nach immer mehr Widersprüchen und Klagen setzt sich an den autolobbyorientierten Schreibtischen allmählich die Erkenntnis durch, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn am besten aufgehoben ist.

    Jetzt muss Schritt zwei folgen: Die Behörden haben auf der Fahrbahn für maximal mögliche Sicherheit zu sorgen. Ganz oben auf der Liste: Generelles Tempo 30 in Städten, auch auf Hauptstraßen, flankiert von umfangreichen Kontrollen und drastischen Strafen für Raser. Fahrräder und Autos müssen auf der Fahrbahn nicht nur theoretisch dieselben Rechte haben, sondern auch praktisch. Darauf gilt es hinzuarbeiten. Vorbild für eine langfristige Lösung kann z.B. Kopenhagen sein. In der Stadt müssen Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Nahverkehr absolute Priorität haben. Auch der notwendige Wirtschaftsverkehr muss fließen. Handwerker, Lieferanten usw. sind tatsächlich auf Fahrzeuge angewiesen, die etwas transportieren können. Eine Person, die mit einem Handtäschchen zur Arbeit fährt, braucht dazu keine tonnenschwere Blechkiste.

    Lasst uns gemeinsam dieses Ziel ansteuern. Als Belohnung winkt eine viel höhere Lebensqualität in unseren Städten, als wir sie heute vorfinden, woran zu einem erheblichen Teil das Automobil die Schuld trägt. Weg mit der unerträglichen Vorherrschaft des Blechs auf unseren Straßen.

  70. 70 Holger 17. Januar 2013 um 14:22 Uhr

    Hallo Leute,
    ich fahre durchs beschauliche Ostfriesland, habe aber auch hier schon Situationen erlebt, die schon ein wenig gesundheitsgefährdend waren. Vor einiger Zeit bin ich mal durch Herne, Recklinghausen und Bochum gefahren. Ich würd mal sagen: „Tödlich“. Sch?nen Gruß

  71. 71 JCA 12. März 2013 um 18:03 Uhr

    Selbst als Bewohner von Münster kann ich hier voller Überzeugung unterzeichnen.

  72. 72 Werner S. 12. März 2013 um 18:05 Uhr

    Nicht nur Peter Ramsauer, sondern insbesondere auch Kay Nehm, Präsident des
    Dt. Verkehrsgerichtstages, der sich kürzlich noch in übelster Weise zu den
    Radfahrern geäußert hat („ich habe eine private Statistik geführt über die
    Verkehrsverstösse“), beide also würde ich, hätte ich nicht eine so gute Erziehung genossen, als “ Drecksäcke und Brunnenvergifter“ bezeichnen!

  73. 73 Michael Kaul 12. März 2013 um 18:07 Uhr

    Das Radwegenetz in meiner Stadt ist in einem sehr schlechtem
    Zustand.Dadurch ist Ärger mit Autofahrern schon vorprogrammiert wenn man sich in den Sattel setzt.Ich hätte gern Kontakt und Meinungsaustausch mit Radlern in Bremerhaven.

  74. 74 Mischo 20. April 2013 um 0:27 Uhr

    Ja die Kampfradler,
    hätte noch in Halle Saale nicht gedacht, dass es schlimmer kommen könne aber mit dem Fahrrad in der Autostadt Stuttgart unterwegs zu sein kann die Hölle sein.
    Im Radladen um die Ecke erfuhr ich gestern, dass ein Radkurier auf der Straße gefunden wurde. Schädelbasisbruch und weitere schwere Verletzungen. Vom Autofahrer keine Spur…der Radler wurde von Passanten aufgesammelt und liegt im Krankenhaus.

  1. 1 » Ich bin kein Kampfradler und will auch keiner sein - mein Senf - Andreas Edler Pingback am 15. Dezember 2012 um 0:26 Uhr
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